EMOP - Lies Maculan "From Beyond"

2 Oct – 6 Dec 2020
Zum "European Month of Photography" präsentiert die Österreicherin Lies Maculan in der Solo-Ausstellung From Beyond ihre neusten Arbeiten, welche die Wirkung und Relevanz von Tradition im Jetzt hinterfragen.  


Die österreichische Künstlerin Lies Maculan überschreitet in ihren Werken die temporalen Grenzen, indem sie den traditionellen Blick auf das europäische Erbe richtet und dieses im Hier und Jetzt nachwirken lässt. Mit großformatigen, auf Aluminium aufgezogenen Fotografien, die durch Wegnahme des Hintergrunds eine dreidimensionale Wirkung erreichen, stellt sie den oder die Betrachter*in vor eine nostalgische Realität. Der Ausstellungstitel From Beyond besticht in seiner paradoxen Dichotomie zwischen Tradition und Zukunft – Letzteres einerseits durch das kulturelle Erbe geprägt, sich andererseits davon entfernend.


Die Bilder der barocken Gartenanlage scheinen die Vergangenheit zu glorifizieren. Der Safe erinnert daran, wie das Leben vor dem Internet und dem Online-Banking geografisch beschränkt und regional geprägt war. Wir stehen gleichermaßen vor der Berliner Mauer sowie vor der Tür zur Bibliothek des Stiftes Admont und hinterfragen kritisch die Auswirkungen auf unsere Identität.

 


In her work the Austrian artist Lies Maculan transcends temporal boundaries by taking a traditional look at Europe’s legacy and letting it unfurl its effects in the here and now. Her large-scale photographs mounted on aluminium – and with the background excised so as to achieve a three-dimensional effect – confront the viewer with nostalgic images. The exhibition title From Beyond is captivating in its paradoxical dichotomy between tradition and future – the latter, for its part, shaped by cultural heritage and simultaneously removed from it.

Maculan’s images of baroque gardens seem to glorify the past. The safe is reminiscent of how life before the Internet and online banking was geographically restricted and thus regionally defined. We stand before the Berlin Wall and before the door to the Admont Abbey Library and ask ourselves critical questions about the effects these changes have had on our identity.