WATERPROOF

3 Jul – 29 Aug 2020
In der kommenden Sommerausstellung WATERPROOF werden Künstler der Galerie präsentiert. 
Zukünftig müssen wir uns sprichwörtlich warm anziehen, aber gleichermaßen stärken uns prägende Situationen und Erlebnisse - sie machen uns "waterproof". 


Der Titel der Gruppenausstellung WATERPROOF ist von dem gleichnamigen Gemälde der österreichischen Künstlerin Xenia Hausner inspiriert. Als erste neue Ausstellung in den Galerieräumen seit Wiedereröffnung nach dem Corona-bedingten Lockdown klingen in diesem Titel verschiedene Themen an. Auf der einen Seite die durch die Pandemie und ihre emotionalen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen bedingte neue Unsicherheit, was die gegenwärtige Lage und die unmittelbare und langfristige Zukunft angeht – "waterproof" in dem Sinne, dass der Boden unter unseren Füßen schwankt, dass sich unsere Welt als fragiler als gedacht erwiesen hat, dass wir uns imprägnieren, uns sprichwörtlich warm anziehen müssen. Dass aber gleichzeitig auch ein Weg aus dieser Krise führt, dass wir vielleicht sogar geläutert und gestärkt, "waterproof" eben, aus dieser Krise hervorgehen werden. Und dass dies ein sehr notwendiger und hilfreicher Weckruf gewesen sein könnte, andere, noch ernstere und langfristigere Probleme endlich anzugehen. Auf der anderen Seite aber beschwören eine Reihe der Arbeiten auch Urlaubsstimmung am Meer und erinnern uns daran, dass für viele von uns die sommerlichen Reisemöglichkeiten dieses Jahr sehr eingeschränkt sein werden: den Urlaub am Meer werden wir vielleicht nur imaginär erleben können. Und uns auch da als "waterproof" erweisen. In den letzten Wochen und Monaten haben besonders die Künstler und Kulturschaffenden aller Art unter den Einschränkungen gelitten und vergleichsweise wenig Unterstützung erfahren. Doch auch wenn ihre Tätigkeit nicht als "systemrelevant" eingeordnet wurde, sind sie es doch, die mit einer unserer wichtigsten menschlichen Fähigkeiten arbeiten: unserer Fantasie und Kreativität. Und es ist genau diese Vorstellungskraft, die uns nicht nur von fernen Stränden und sommerlicher Unbeschwertheit träumen lässt, sondern uns letztlich auch den Weg aus der Krise weisen wird.


The title of the group show WATERPROOF takes its cue from the painting of that title by Austrian artist Xenia Hausner. This being the first new exhibition in the gallery since the reopening after the Covid-19 lockdown, the title resonates with various associations. On the one hand, it alludes to a new feeling of uncertainty concerning the present situation and the immediate and long-term future, caused by the pandemic and its emotional, social, political and economic fallout. We need to be "waterproof" in the sense that we need to brace ourselves, prepare ourselves, for it feels like the rug has been pulled out from under our feet and the world has shown itself to be more fragile than we thought. But at the same time, that there is a way out of this crisis, that we might even emerge from it stronger and with new insights, i.e. "waterproof." And that this might have been a very necessary and helpful wake-up call reminding us to finally and decisively address other, more serious and long-term problems. On the other hand, there are works in the exhibition conjuring up images of summer vacation by the sea, reminding us that for many of us the travel restrictions still in effect in many countries will seriously limit our possibilities in this direction: vacationing at the beach will perhaps only be possible in our imagination. And here, too, we will show ourselves to be "waterproof." The recent weeks and months have been especially difficult for artists and people in the arts in general, and they have received comparatively little support. But even though their work was not deemed to be of systemic importance, it is they, after all, who work with one of our most important human faculties: that of imagination, of vision and creativity. And it is this very power of imagination that not only allows us to dream of far-away beaches and a summer where the living is easy, but that will also ultimately guide us out of this crisis.