Kunst ist entweder Plagiat oder Revolution

20 Jun – 26 Jul 2020
Die Kunsthalle Brennabor in Brandenburg an der Havel zeigt Bilder, Skulpturen und Aktionen von Stefan Roloff aus den Jahren 1975 - 2020. 
In der Ausstellung zeigt der deutsch- amerikanische Künstler Malerei, Skulpturen, Fotoarbeiten und Videos aus fünf Jahrzehnten. Roloffs Konzept basiert auf der Investigation von Schichten, der Analyse von Oberfläche und Innenraum. Als „eine Einzelerscheinung in einer Kunstwelt, die sich nach Herden formiert“, beschrieb ihn 1981 der Berliner Kritiker Heinz Ohff, denn Roloff passte sich keinem Markt und keiner Gruppierung an. Er verweigerte sich einer oberflächlichen Wiedererkennungsdiktion und signierte seine Arbeiten nicht – jedes Werk ist ein lebendiger Neuanfang. 

Die vorliegende Ausstellung zeigt, in welcher Form Stefan Roloff dieses Konzept über die Jahre in seinen beiden Heimaten, Berlin und New York, realisiert hat. Er hat seine visuellen Experimente nicht nur auf malerische, sondern auf architektonische, gesellschaftliche oder interdisziplinäre Phänomene ausgeweitet und sich dabei den Medien zugewandt, die seine jeweiligen Ideen optimal auszudrücken vermochten. In New York wurde er Wegbereiter in den Bereichen Video und digitaler Bildbearbeitung, nicht zuletzt durch seine Arbeit mit Musikern wie Peter Gabriel, Suicide oder Andrew Cyrille.