Erste Hilfe

15 Sep – 17 Nov 2019
Das Kunsthaus Interlaken in der Schweiz feiert sein zehnjähriges Bestehen und präsentiert eine Auswahl aus Luciano Castellis Oeuvre.
Das Haus wurde 2009 eröffnet und hat sich seither in der nationalen Kunstszene und beim Publikum weit über unsere Region hinaus gut positioniert. Ausstellungen wie JapanArtToday (2014), les Caran d‘Ache de Picasso (2015) oder keineismeehr (2019) haben dazu beigetragen.

Einen wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung haben auch alle Künstlerinnen und Künstler, die in den letzten Jahren im Kunsthaus ausgestellt haben. Einige von ihnen gehören zu den wichtigsten der Schweiz, ihr Werk hat zum Teil internationale Ausstrahlung oder ist für die Kunst des Landes von prägender Bedeutung.

Luciano Castelli (*1951) lebt in Zürich und Paris Castelli ist einer der wichtigsten und wohl auch provokantesten Schweizer Künstler. Er erlebt seinen künstlerischen Durchbruch bereits in den frühen 1970er Jahren und nimmt als jüngster Teilnehmer an der Documenta5 in Kassel teil. Sein vielschichtiges, expressives, oft theatralisches Werk, erwächst aus der politischen Perspektive der 68er Generation. In Berlin prägt Castelli entscheidend die Malerei der Bewegung Junge Wilde, die in den späten 70ern und 80ern Welterfolg erlangte. Castelli drückt sich in diversen Medien, wie Malerei, Photographie, Video, Musik und Skulptur aus. In seinen Inszenierungen spielt er selbst die zentrale Rolle; für seine Film-, Photographie- und Malszenen, in denen er als unterschiedliche Charaktere in einer Vielzahl von Rollen auftaucht, casted er sich selbst als Hauptdarsteller und träumt sich in fiktive Welten. Zurzeit erlebt Castelli ein wachsendes Interesse an seinem Werk, das kürzlich in grossen Ausstellungen in Paris, Peking, Shanghai und Berlin gezeigt worden ist. Erstmals wurden Werke von Castelli bei uns in der Ausstellung ExpressivExzessiv (2013) gezeigt.

Weitere Künstler: Manon, Samuel Buri, Pierre Haubensak, Heiner Kielholz, Vollrad Kutscher, Franticek Klossner