Das Werk des international aktiven,
1959 in Rotterdam geborenen und an der Königlichen Akademie
für Kunst in`s-Hertogenbosch ausgebildeten Künstlers Hans
van Meeuwen trägt unverkennbare Spuren seiner holländischen
Herkunft.
Die Untersuchung und Darstellung des Ausschnitthaften sowie die
Wirkung von Standort und Perspektive im Spannungsfeld zwischen Realität
und Fiktion, Bewußtsein und dem Unterbewussten, Wirklichkeit
und Traum, ist sein Arbeitsfeld.
Trotz
seiner traditionellen akademischen Ausbildung ist Hans van Meeuwen
im Gebrauch seiner Materialien gänzlich unakademisch:
Er
bevorzugt für seine Arbeit Stoffe aus dem Baumarkt: Styropor,
Polyurethan, Polyester und Fliesenkleber.
In seinem Werk finden wir Ausschnitte und Einzelteile, aber keine
Details. Er fragmentiert und fokussiert Teile von Lebewesen oder
Gegenständen und entfremdet sie ihrem natürlichen Kontext.
Er
vergrößert sie, kombiniert sie neu oder baut ganze Szenarien
wie die in der Ausstellungshalle des Rheinischen Landesmuseums Bonn
gezeigte Installation Spookrijder.
Die titelgebende Arbeit Ferien, die aus einem Campingzelt besteht,
vor dem zwei riesige Vogelklauen stehen oder die Installation Zwaan,
die
einen ganzen Schwarm Schwäne zeigt, die uns wie zufällig
durch die Wand in Augenschein nehmen, sind nur zwei Beispiele einer
ironiegetränkten, hintersinnigen Schau von Dingen und Ding-fragmenten,
abgeleitet aus vertrauten Versatzstücken unserer Umwelt.
Allerdings unterlaufen sie die üblichen Assoziationsmuster
und treiben vordergründig ihren Spaß mit unserer Wahrnehmung.
Hinter dem schalkhaften Witz und dem augenscheinlich Affirmativen
manifestieren sich weitere Lesarten.
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